Netzwerktechnik, die Schlüsseltechnologie des Informationszeitalters
Das Internet ist als Netz der Computernetze aufgebaut. Über die unterschiedlichen, miteinander verbundenen Netze wird der Datenaustausch
zwischen Computern sichergestellt, Telefonverbindungen und die Fernsehübertragung werden aufgebaut.
Dabei stellen die Router -
etwas vereinfacht ausgedrückt - die Weiterleitungssysteme für die Datenpakete in die einzelnen Netze dar. Bald wird es
kaum noch gesellschaftlich und wirtschaftlich bedeutende Prozesse geben, die nicht von der Qualität der Netzwerktechnik abhängen.
Bedarf an Netzwerktechnikspezialisten
Daraus folgt, dass Netzwerktechnikspezialisten, die heute schon händeringend gesucht werden, in naher Zukunft noch dringender
benötigt werden.
In einer Studie der Datenerhebungsfirma "International Data Corporation (IDC)" wird allein für Westeuropa ein Bedarf
von ca. 1,6 Millionen Netzwerkspezialisten bis 2002 vorhergesagt.
Ausgehend von einem Ausbildungsverhalten wie bisher errechnet die Studie, dass in Westeuropa ca. 600.000 Stellen unbesetzt bleiben
müssen.
Davon entfallen auf Deutschland ca. 200.000 Stellen, die nicht mit geeignetem Personal besetzt werden können.
Das Qualifizierungsprogramm der Firma CISCO
Die Firma CISCO setzt in der Internet-Technologie derzeit den Weltstandard. Ihre Netzwerktechnologie bildet die entscheidende
Grundlage für bestehende und zukünftige Netzwerke. So stammen ca. 80 % der heute eingesetzten Router von der Firma Cisco.
Angesichts der technologischen Entwicklung und des damit einhergehenden dramatischen Bedarfs an qualifiziertem Fachpersonal hat CISCO
das Qualifizierungskonzept "CISCO Networking Academy Program (CNAP)" entwickelt.
Der Qualifizierung liegt ein international anerkanntes Curriculum zugrunde, das Grundkenntnisse für den Aufbau und den Betrieb
von Netzwerken sowie die Nutzung des Internets umfasst. Dieses Curriculum wird seit 1997 in den USA eingesetzt. 1998 folgte
die Einführung in Europa.
13 Schulen und Bildungseinrichtungen in Hessen wurden die Teilnehmer des ersten deutschen Pilotprojekts.
Umsetzung des CISCO-Qualifizierungsprogrammes an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen
Mit Unterstützung der Firma CISCO-Deutschland (mit Sitz in Halbergmoos bei München) konnte die Akademie für Lehrerfortbildung
und Personalführung Dillingen am 17. November 1999 die erste bayerische "CISCO-Regional Networking Academy" gründen.
Ihr Ziel ist insbesondere die qualifizierte Weiterbildung von Berufsschullehrkräften, die Auszubildende für
Informations- und Telekommunikationsberufe unterrichten.
Um diese anspruchsvolle Weiterbildung an der Akademie in Dillingen zu gewährleisten, absolvieren vier Dozenten der Akademie
ein viersemestriges englischsprachiges Studium zur Netzwerktechnik, das sie mit theoretischen und praktischen Prüfungen
an der
"University of Central England" in Birmingham abschließen.
Sie erlangen damit die CISCO-Zertifizierung
"CISCO-Certified Academic Instructor".
Diese Zertifizierung berechtigt die Akademie-Dozenten nicht nur, das CISCO-Curriculum zu
unterrichten, sondern auch die praktischen und theoretischen
Prüfungen abzunehmen, die am Ende jedes Lehrganges stehen.
Nach erfolgreichem Durchlaufen der CISCO-Lehrgänge können die Berufsschullehrkräfte an ihren jeweiligen Schulen
"CISCO-Local-Networking Academies" einrichten.
Diese dienen der Qualifizierung der Berufsschülerinnen und Berufsschülern,
die von ihren Lehrkräften für eine berufliche Tätigkeit im Bereich Netzwerktechnik und für die CISCO-Zertifizierung
"CISCO Certified Networking Associate" vorbereitet werden.
Mit diesem "Schneeballeffekt" bietet die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen einen
sinnvollen und realitätsnahen Lösungsansatz für die Problematik des
Fachkräftemangels im IT- und Netzwerkbereich.