Informationsbesuch der Generalkonsulin des Staates Israel an der Akademie

Die israelische Generalkonsulin Sandra Simovich besuchte am vergangenen Mittwoch die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP), um sich über die Arbeit der Akademie zu informieren. Im Austausch mit Akademiedirektor Dr. Alfred Kotter und Mitarbeitern der ALP wurden insbesondere Themen aus dem Bereich der politischen Bildung, der Führungskräfte-Gewinnung und -Weiterbildung sowie der Digitalisierung besprochen.

Nach einem Überblick über die Aufgaben und Arbeitsfelder der ALP durch Dr. Kotter erläuterte Gisela Becker, die zuständige Akademiereferentin für Geschichte und Politik, das breite Angebot der ALP im Bereich der politischen Bildung. Hierzu gehören auch regelmäßig angebotene Israelexkursionen für bayerische Lehrkräfte und Schulleiter/innen. Die Generalsekretärin erklärte sich spontan bereit, bei der Organisation künftiger Reisen behilflich zu sein.

Intensiv und anregend gestaltete sich der Austausch zum Thema der Gewinnung und Weiterbildung von schulischen Führungskräften. Dr. Ewald Blum, der Leiter der Führungskräfte-Abteilung an der ALP, erläuterte das Konzept zur Identifizierung, Vorqualifikation, Aus- und Fortbildung schulischen Führungspersonals (Module A, B, C). Frau Simovich zeigte sich beeindruckt vom systematisch aufgebauten Angebot der ALP in diesem Bereich und berichtete, dass in Israel bei der Identifizierung und weiteren Förderung von Führungskräften die Armee eine wichtige Rolle spiele. Die Gesprächspartner vereinbarten, dass Kontakte zwischen der ALP und Fortbildungs-Instituten in Israel hergestellt werden sollten.

Zum Abschluss des Besuches präsentierte Günther Lehner, als Akademiereferent u. a. für den kreativen Einsatz moderner Medien zuständig, den neuen lernraum.zukunft als Experimentierraum für innovative Lehr- und Lernszenarien. Er erläuterte, wie mit diesem Raum neue Wege in der Lehrkräftefortbildung beschritten werden können. Das Ziel, die Bildung der Zukunft mitzugestalten, wurde so für die Generalkonsulin erfahrbar. Auf Anregung der Generalkonsulin soll künftig nach Möglichkeiten gesucht werden, deutsche und israelische Lehrkräfte (ggf. virtuell) zusammenzubringen, um gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Dabei seien viele Themenfelder denkbar, u.a. die Digitalisierung im Bildungswesen, die historisch-politische Bildung oder auch der Bereich MINT/KI.