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Ursachen von Gewalt und effektive Präventionsarbeit zur Förderung wertschätzender zwischenmenschlicher Beziehungen in Klassen mit hohem Migrantenanteil

Das Thema der zunehmenden Gewalt in bunten Klassen und die daraus resultierende Notwendigkeit der effektiven Präventionsarbeit zur Förderung zwischenmenschlicher Beziehungen bei zunehmender Heterogenität in allen Klassenformen und Jahrgangsstufen haben Lehrkräfte aus Grund- und Mittelschulen, Wirtschaftsschulen, Realschulen und Berufsschulen zu einem gemeinsamen halbwöchigen Lehrgang zusammengeführt.

Das Thema der zunehmenden Gewalt in bunten Klassen und die daraus resultierende Notwendigkeit der effektiven Präventionsarbeit zur Förderung zwischenmenschlicher Beziehungen bei zunehmender Heterogenität in allen Klassenformen und Jahrgangsstufen haben Lehrkräfte aus Grund- und Mittelschulen, Wirtschaftsschulen, Realschulen und Berufsschulen zu einem gemeinsamen halbwöchigen Lehrgang zusammengeführt.

Nermina Idriz vom Münchner Forum für Islam widmete sich der Frage, welche Rolle die Eigennahmen in der interkulturellen und interreligiösen Verständigung spielen können, und hat die TeilnehmerInnen zu einem spannenden Experiment eingeladen.

Besonders wertvoll war die Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten und Lebenswelten, die sich hinter den Namen verbergen und sowohl eine wertvolle Diagnostikmöglichkeit für potentielle Konflikte als auch eine geschickte Strategie zum Aufbau der zwischenmenschlicher Bindung in Klassen mit hohem Migrantenanteil bieten.

Anschließend hat eine ausführliche Analyse von Lehrer-Schüler-Elternverhältnissen anhand von zahlreichen Videos unter kulturellen und religiösen Aspekten stattgefunden. Alevtina Hildebrandt vom Staatlichen Berufsschulzentrum in Pegnitz hat viele Videoaufnahmen von ihren SchülerInnen aus Togo, Iran, Marokko, Eritrea, Syrien und der Türkei präsentiert, die extra für diesen Lehrgang aufgenommen worden sind. Diese Aufnahmen sollten mögliche Konfliktpotentiale aufdecken und zur Diskussion über vielfältige und praktikable Lösungsansätze anregen. Als theoretische Ansätze dafür haben sich die dreiteilige Kulturpyramide nach Kluckhoh/Murray und die Unterscheidung der Kulturen in linear-aktive, reaktive und Multi-aktive nach Richard/Lewis angeboten.Diese Konzepte hat Dr. Helga Schachinger, eine Buchautorin und Psychologin aus Wien, in ihrem Vortrag zu Gewaltursachen, Gewaltprävention und Versöhnungsarbeit aufgegriffen. Ihre sozialpsychologische Perspektive zur Entstehung und zu den Auslösern vom aggressiven Verhalten wurde als sehr gewinnbringend von den TeilnehmerInnen wahrgenommen.

Zahlreiche Hilfestellungen und Tipps zur Präventionsarbeit bei Konflikten und Aufbau von Feindbildern sowie eine übersichtliche Checkliste zu wertschätzenden Umgangsformen haben den Lehrgang logisch abgerundet.