E-Learning
Kompetenzzentrum

Qualitätsentwicklung im E-Learning

Die Orientierung an Qualitätsstandards und Modellen für die Digitale Bildung hat für uns hohe Priorität.

Unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lehr-Lerntheorien werden Modelle zur Analyse, Konzeption und Evaluation der inhaltlichen, didaktischen und technologischen Qualität von Online-Kursen systematisch genutzt und bzgl. ihrer Adäquatheit reflektiert. Ziel stellt stets die Erreichung einer hohen Input-, Prozess- und Outputqualität in asynchronen und synchronen digitalen Lehrgangsformaten dar.


Von uns genutzte Orientierungsrahmen und Modelle sind unter anderem:

  • Leitlinie „Evidence-Informed Learning Design“, vgl. Neelen und Kirschner (2020) bzw. „Evidence-Based Training Methods” vgl. Colvin Clark (2020) inkl. Berücksichtigung entsprechend bewährter Konzepte und Verfahren
  • Generelle Vorgehensmodelle der eLearning-Kursentwicklung: ADDIE und SAM (vgl. Abbildungen und Hinweise unten)
  • Detailliertere Vorgehensmodelle zur Konzeption von Blended-Learning-Angeboten, etwa der Bildungsinnovatoren
  • Konzeptmodelle: TPaCK, DPaCK (Ersatz der technischen Kompetenzen durch digitalbezogene Kompetenzen) nach Mishra und Koehler
  • Kompetenzmodell: DigCompEdu Bavaria, vgl. https://www.mebis.bayern.de/infoportal/basics/strategien-rahmenkonzepte/digcompedu-bavaria-digitale-und-medienbezogene-lehrkompetenzen/
  • Evaluationsmodelle von Kirkpatrick, Thalheimer

Ergänzend beschäftigen wir uns mit bestehenden Qualitätsrastern für Online-Kurse und nutzen diese zur Entwicklung eines zukünftig eigenen Qualitätskatalogs, u.a.

Wichtiges Ziel hierbei stellt es dar, ein nachhaltiges Qualitätsmanagement zu betreiben.


Folgende Qualitätsebenen halten wir hier für wichtig (vgl. Arnold et al. 2018, S: 358):

  • Input-Qualität: eingesetzte Ressourcen, Organisation, Rahmenbedingungen als strukturelle Voraussetzungen eines Bildungsprozesses = Strukturqualität
  • Prozess-Qualität: didaktische Konzepte, Lern- und Fortbildungsberatung, Lern- und Kursabläufe, Steuerung des Erstellungsprozesses von Kursen und Sequenzen = Prozessqualität
  • Output-Qualität: Abbildung von Ergebnissen der Bildungsprozesse wie beispielsweise Kompetenzzuwachs, Abschlussquoten, Prüfungsverfahren, Persönlichkeitsentwicklung, auch Qualitätsüberprüfung und Erweiterung beispielsweise durch eine agile Fortbildungsentwicklung, sodass ein Ergebnis auch der Anstoß zu einer Fortentwicklung der Prozessqualität werden kann (vgl. z. B. Walter / Heiland i. V.)

Welche Vorteile bietet Qualitätsentwicklung?

„Das eigentlich Neue besteht darin, dass Qualitätsentwicklung, Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement die vielfältigen Bestrebungen im Alltag, die Arbeit ‚gut‘ zu machen, aufeinander beziehen, sie wechselseitig verknüpfen, auf Dauer sichern und in ihrer Wirksamkeit regelmäßig überprüfen. Sie stellen somit eine Gesamtperspektive und einen umfassenden Handlungsrahmen für die Weiterentwicklung der Bildungsarbeit bereit“ (Knoll 2002, S. 73f.).


Das ADDIE-Modell

Die Abkürzung ADDIE steht für die fünf Phasen Analysis Design Development Implementation Evaluation zur systematischen Entwicklung und Umsetzung auch online-unterstützter Lehr-Lernarrangements (vgl. Instructional Systems Design). Die Evaluation erfolgt bei neueren Ansätzen prozessbegleitend zu allen Phasen. Nach erfolgreicher Implementierung und abschließender Evaluation kann der Zyklus bei Bedarf wieder mit einer erneuten Analyse und dem Redesign des online-unterstützten Lehr-Lernangebots durchlaufen werden.

Das SAM-Modell

Die Abkürzung SAM steht für Successive Approximation Model und bildet eine agile Alternative zum ADDIE-Modell. Nach Vorbereitung und Projektstart mit Vertretern aller Interessengruppen (zum Abgleich einer gemeinsamen Zielvorstellung) beginnt die iterative Phase aus Design, Prototyping und Review typischer Elemente des Lehr-Lernangebots. Im Anschluss folgt die Phase der iterativen Entwicklung des Gesamtangebots in mehreren Zyklen bis die Evaluation gute Ergebnisse liefert und dieses veröffentlicht werden kann.