Gewerblich-technische Bildung, Erneuerbare Energien, Koordination Berufliche Schulen


Roland Endres
Roland Endres
Telefon: (0 90 71) 53-1 69
Fax: (0 90 71) 53-51 69
Sekretariat:Stefanie Heider
Telefon:(0 90 71) 53-1 54
Fax:(0 90 71) 53-51 54
E-Mail:s.heider@alp.dillingen.de

Netzwerk „Schulentwicklung mit Qualität“ (SEmQ), berufliche Schulen

Die Abteilung 2 hat die Aufgabe, die Lehrkräfte im Bereich Fachdidaktik und Unterrichtsentwicklung zu unterstützen. Die Aufgabe der Organisationseinheit „Technische Bildung/Engineering“ ist die Fortbildung, bzw. Weiterbildung von Lehrkräften und Führungskräften für das Lehramt an Beruflichen Schulen. Die beruflichen Schulen umfassen sieben Schularten: Berufsschule, Fachschule(Meister/Techniker), Berufsfachschule, Wirtschaftsschule, Fachakademie, FOS und BOS. Die enge Zusammenarbeit mit dem dualen Partner, d.h. den Ausbildungsbetrieben aus Handwerk und Industrie (HK, IHK) und dem vbw (Verband der bayerischen Wirtschaft) ist ein gewinnbringender Faktor.

Der Schwerpunkt ist die Fortbildung für Lehrer in technischen Berufen mit hoher Innovationsgeschwindigkeit (Modellversuch QLIB). Hier ist die Halbwertszeit des Wissens besonders kurz (ca. 2 Jahre):

  • Elektrotechnik und Informationstechnik
  • Automatisierung/Mechatronik (Wirtschaft/Industrie 4.0), Fachgruppen 1-5: Datenkommunikation, Fluidtechnik, CAD/CAM incl. additive Fertigungsverfahren, Robotik und Steuerung (SPS)
  • Energietechnik, Fachgruppe 6: Energieversorgung, u.a. Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFK ffT für versch. Berufsfelder
  • Versorgungstechnik (u.a. SHK), erneuerbare Energien
  • Netzwerktechnik, IT-Bildungsnetz (https://www.it-bildungsnetz.de)
  • Bautechnik, Holztechnik, Farbtechnik
  • Metalltechnik Handwerk/Industrie
  • Fahrzeugtechnik (PKW, NKW, Zweirad, Baumaschinen), Elektromobilität
  • Drucktechnik, Kunststofftechnik

Unterrichtsentwicklung: Ein fortwährendes Thema ist die Umsetzung des Lernfeldkonzeptes und die Kompetenzorientierung, Diagnose und Förderung mit Blick auch auf überfachlichen Kompetenzen. Im Fokus ist der Einsatz analoger und digitaler Medien im interaktiven Klassenzimmer.
Ein weiteres Ziel ist die Fortbildung für junge Lehrkräfte, um das fehlende fachliche Know-How nach 1. und 2. Phase der Lehrerbildung aufzulösen und die Einsetzbarkeit im Lernfeldunterricht zu unterstützen (vgl. Fortbildungskonzept, T-Shape Modell).

Eine große Aufgabe ist die Koordination von Kompetenzzentren, z. B. im Kunststofftechnikbereich, durch das Zusammenwirken und die Unterstützung der drei Ebenen der Lehrerfortbildung (zentral, regional und schulintern, bzw. lokal).

Veröffentlichungen

didaktische Jahresplanung

  • Verschiedene Artikel finden Sie unter: http://www.wirtschaftsunterricht-gestalten.de (2015). Besonders interessant ist der gemeinsame Artikel von Peter Hoffmann und Jörg Schirmer zum Stand der Umsetzung in Bayern.
  • Den gemeinsamen Leitfaden "Didaktische Jahresplanung" (ALP/ISB) finden Sie unter Publikationen (mit digitalen Vorlagen) und auf der Seite des ISB (2012).

Fahrzeugtechnik - Elektromobilität

Qualifizierung Hochvolttechnik:

Artikel: Professionalisierung in der Lehrerfortbildung – Qualifizierung von Lehrkräften für Arbeiten an Hochvoltsystemen in der Fahrzeugtechnik (2013)

Artikel: Bewährte Kooperation von Industrie und Schule: Fahrzeugtechnik - Multiplikatorenteamik (2010, blbs 1/2010)

Multimedia

Der Multimediacomputer im Unterricht: mit Anwendungsbeispielen für den Sozial- und Wirtschaftskundeunterricht (1998), Restexemplare sind über den Autor zu beziehen. Sehr interessant ist der Vergleich zum Thema 1998-2018.

Industrie 4.0

Technische Innovationen erfordern besonders im Bereich der Automatisierungstechnik mehr denn je eine aktive Bildungspartnerschaft der beruflichen Schulen mit den Ausbildungsbetrieben der Industrie und des Handwerks. Der von der Bundesregierung als auch von der "Akademie der Technikwissenschaften" (acatech) geprägte Begriff Industrie 4.0 ist aktueller Treiber einer Strategie, die auf eine Vorreiterrolle Deutschlands hinwirken möchte.

typo3/#_ftn1Die Studie vom April 2016 mit dem Titel „Industrie 4.0 – Auswirkungen auf Aus- und Weiterbildung in der Metall+Elektro (M+E) Industrie“ untersucht die sich verändernden Kompetenzanforderungen an Mitarbeiter der industriellen M+E-Berufe mit Schwerpunktsetzung bei den gewerblich-technischen Berufen ohne akademische Ausbildung. In der Studie wurden 9 berufliche Handlungsfelder identifiziert, die bereits heute von Industrie 4.0 soweit beeinflusst werden, dass sich die Aus- und Weiterbildung verändert. Im Abgleich mit den Ordnungsmitteln der M+E-Berufe konnten Berufe mit einer großen Nähe zu den Industrie 4.0-Handlungsfeldern sondiert werden. Gemäß der Studie sind dies folgende Berufe:

  • Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik
  • Mechatroniker/-in
  • Industriemechaniker/-in
  • Fachinformatiker/-in

Der Fachinformatiker wurde in die Studie einbezogen, weil es sich dabei um den Beruf handelt,  dessen IT-Kompetenzen für Industrie 4.0 wichtig sind.

Die Handlungsempfehlungen der Studie sollen bei der Konzeption von Lehrerfortbildung im gewerblich-technischen Bereich berücksichtigt werden.

Fortbildung (zentral, regional, schulintern)

Weitere Herausforderungen ergeben sich durch die Organisation von Fortbildung für berufliche Schulen. Der Fortbildungsansatz sollte folgende Schwerpunkte setzen:

Das Lernfeldkonzept ist an materielle Ausstattung gekoppelt, welche die betriebliche Realität abbilden soll.

Die Gliederung in verschiedene Lernfelder erfordert ein Angebot mit entsprechender Vielfalt.

Industrie 4.0 fordert interdisziplinäres Denken, Handeln sowie eine berufsfeldübergreifende Unterrichtsorganisation und einen berufsfeldverbindenden Lehrereinsatz.

Grundlagen und darüber hinaus gehende Inhalte der Basismodule (siehe modulares Fortbildungskonzept) sollen möglichst exemplarisch und wenig herstellerspezifisch vermittelt werden.

Bestehende Fortbildungsangebote sollen die Entwicklungen durch Industrie 4.0 berücksichtigen und eine entsprechende thematische Ausrichtung haben.

Herstellerspezifische Fortbildungsangebote sollen von den Akteuren der Partnerschulen (siehe Partnerschulen) genutzt, für den Unterricht an beruflichen Schulen reflektiert, didaktisch aufbereitet und multipliziert werden.

Die Formate der Industrie 4.0-Fortbildungen sollen die Phasen "fundierte Theorie", "Übung" und "Umsetzung im Unterricht (Theorie und Praxis)" beinhalten.

Fortbildungen, die alle drei Phasen berücksichtigen, haben einen Umfang von 2-3 Tagentypo3/#_ftn2 (8 -12 Fortbildungseinheitentypo3/#_ftn3).

Tagesfortbildungen (4 Fortbildungseinheiten) eignen sich für die Vermittlung von Überblickswissen.

Spezialthemen sollen möglichst überregional angeboten werden, um kleine Zielgruppen mit den nötigen Angeboten bedienen zu können.

Das Fortbildungskonzept und die damit verbundenen Angebote sind möglichst detailliert und transparent zu veröffentlichen.

Weitere Informationen, das schriftliche Gesamtkonzept und eine Übersicht zum Thema finden Sie auf der Landing-Page Industrie 4.0.