Mit einem gelungenen Auftakt starteten an der ALP Dillingen vom 30. März bis zum 01. April 121 engagierte Lehrkräfte aus ganz Bayern in ihre Weiterbildung als Beratungslehrkraft.
Weiterbildung zur Beratungslehrkraft 2026-2028: Auftaktveranstaltung an der ALP
. In einer offenen und wertschätzenden Arbeitsatmosphäre vermittelten motivierende Impulse und praxisnahe Workshops zentrale Grundlagen der professionellen Beratungstätigkeit. Darüber hinaus entwickelten sich zahlreiche Übungs- und Austauschmöglichkeiten auf Augenhöhe, in denen alle Beteiligten ihr Wissen und ihre Erfahrung einbringen konnten. Auch über die einzelnen Veranstaltungstage hinaus blieb der Austausch lebendig. Das gemeinsame Nachdenken über zentrale Themen aus unterschiedlichen Perspektiven bildete einen tragfähigen Startpunkt für die 2,5-jährige Weiterbildung.
Nach einer sonnigen Anreise über den Vormittag versammelten sich um 14:00 Uhr die angehenden Beratungslehrkräfte aus ganz Bayern in der großen Aula der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen.
Die anschließende herzliche Begrüßung und persönliche, motivierende Ansprache durch Herrn StD Helmut Bach machte deutlich, wie vielfältig, anspruchsvoll und bereichernd die Rolle der Beratungslehrkraft ist – und wie sehr sie vom Austausch und der Zusammenarbeit lebt.
Ausgehend von diesem Verständnis nahmen die Teilnehmenden die Arbeit in ihren festen Kursgruppen auf. Nach einem kurzen Kennenlernen legten die Referenten den Fokus auf die unterschiedlichen Rollenbilder von Lehrkräften und Beratungslehrern: eine Abgrenzung, die erste Klarheit darüber schaffte, was die jeweilige Rolle erfordert und wo ihre Grenzen liegen – auf rechtlicher, fachlicher und persönlicher Ebene.

Der zweite Tag startete mit vielen Sonnenstrahlen und einem gemeinsamen Frühstück. Nach einem Überblick über den Ablauf der Weiterbildung zur Beratungslehrkraft und inspirierenden Geschichten zur Haltung der Beratungslehrkraft, standen die Erwartungen der Teilnehmenden und die Einführung in die professionelle (Lern-)Beratung im Fokus. Theoretische Grundlagen gaben dabei Orientierung. Erfahrungen aus der Praxis ließen die Anwendung anschaulich werden, sodass das Ziel klar wurde: Das Erstgespräch lässt sich gezielt strukturieren und gibt zugleich die Richtung für die weitere Beratung vor. Am Beispiel von Alfred, einem fiktiven Schüler, wurde systematisch erarbeitet, wie unterschiedliche Perspektiven einbezogen und alle Beteiligten berücksichtigt werden können. Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen, die sich über die Anlage verteilten. Sie nahmen unterschiedliche Perspektiven ein und erprobten so die Wirkung der professionellen Gesprächsführung. Zur Erinnerung an diese Auftaktveranstaltung versammelten sich die künftigen Beratungslehrkräfte im Garten der Akademie zu einem Gruppenfoto.
Am dritten Tag standen Schulrecht und Schulsystem im Mittelpunkt. Diese beiden Säulen geben der Schullaufbahnberatung Struktur und prägen ihren Verlauf. In der Beratung von Familien werden sowohl die Möglichkeiten als auch die Grenzen des durch Schulrecht und Schulsystem vorgegebenen Rahmens deutlich. Die Teilnehmenden griffen dies in einer Arbeitsphase auf und erprobten Gespräche in diesem Spannungsfeld, das die weitere Arbeit durchgehend begleiten wird.
In der Mittagssonne kamen die Teilnehmenden wieder in der großen Aula zusammen, wobei Herr StD Bach die Eindrücke der Teilnehmenden in einem offenen Austausch aufgriff. Die Veranstaltung endete am Mittwoch mit einem inspirierenden Ausblick und einer herzlichen Verabschiedung.
Für alle Teilnehmenden waren es drei wertvolle Tage voller nachwirkender Eindrücke und gehaltvoller Diskussionen, die neugierig machen auf die kommenden Veranstaltungen an der Akademie und an den Schulberatungsstellen.
Erfahrungsbericht von Kilian Paede
(stellvertretend für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Auftaktveranstaltung zur Weiterbildung zur Beratungslehrkraft 2026-2028)